Das “Low Cost Housing Technologies (LCH)”- Projekt

Das Konzept für das LCH-Vorhaben wurde 1997 in der damaligen Wohnungsbau Forschungsabteilung der Universität Nairobi (Housing Research and Development Unit – HRDU) entwickelt. Das Projekt wurde im Rahmen der Technischen Zusammenarbeit mit der Bundesrepublik Deutschland mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) ab 1983 finanziert und von der damaligen Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) betreut. Nach meiner Rückkehr aus Ghana wurde ich dafür zuständig und habe anlässlich vieler Dienstreisen nach Kenia einige Teile dieses großen und schönen Ostafrikanischen Landes mit seinen fantastischen Landschaften, der Fauna und Flora kennen gelernt und dabei die Probleme, Sorgen und Hoffnungen der Kenianer erfahren.

Ab 1984 begann die eigentliche Projektplanung für die Durchführung des Vorhabens in mehreren Projektphasen. 1994, zehn Jahre später, wurde das Projekt erfolgreich beendet. Anhand der ersten Projektergebnisse und dabei gemachten Erfahrungen haben wir 1987 gemeinsam mit dem kenianischen Projektpartner eine neue Projektplanungsübersicht erarbeitet. 1988 folgte ein Workshop für eine zielorientierte Projekt Planung, die mit allen Beteiligten vor Ort durchgeführt wurde. Das waren vorwiegend Vertreter des Lehrpersonals der verschiedenen Youth Polytechnics, in denen Jugendliche mit Mittelschulabschluss eine Ausbildung als Handwerker oder Bautechniker erhalten. Die YPs waren in jedem Distrikt Kenias eingerichtet worden. Als Teil des Projektes wurden von den Jugendlichen die Wohnhäuser für das Lehrpersonal gebaut und die dafür notwendigen Baustoffe aus lokal vorhandenem Rohmaterial hergestellt. Weitere Begünstigte des Projektes waren Vertreterinnen verschiedener Frauengruppen, Genossenschaftler, Lehrpersonal aus kirchlichen Zentren und Mitglieder anderer Nichtregierungsorganisationen und Selbsthilfegruppen. Aus dem kenianischen Projektpartner HRDU der Universität Nairobi war in der Zwischenzeit ein eigenständiges Forschungsinstitut („Housing and Building Research Institute – HABRI“) für den Wohnungsbau an der Universität geworden. Das Projektziel wurde neu formuliert. Im März 1990 wurde das Vorhaben evaluiert. Die letzte Durchführungsphase mit Hilfe deutscher Finanzierung endete 1994. Vom Projekt haben auch andere Vorhaben profitiert, die sich mit dem Selbsthilfewohnungsbau, der Slumsanierung und Unterstützung von lokalen NRO in Kenia befassen.

In der folgenden Foto Galerie möchte ich einen Querschnitt zeigen von dem, was im Rahmen des Vorhabens in Kenia verwirklicht wurde.  Wie ich in der Zwischenzeit in Erfahrung bringen konnte, haben sich in verschiedenen Orten in Kenia kleine und mittelgroße Unternehmen etabliert, die Baustoffe wie gepresste Lehmsteine  und Leichtbetondachziegel und auch die dafür erforderlichen Pressen und Rütteltische herstellen. Dazu gehören auch verschiedene Frauengruppen. Somit kann dem Projekt in Kenia eine gewisse Nachhaltigkeit bescheinigt werden.

 Broschüre „Low Cost Housing Technologies“

Infoblatt „Low Cost Housing Technologies“

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