Aus meiner alten Heimat

Hier finden Sie Beiträge über einige mir sehr wichtige Bereiche aus der Kultur und Geschichte Ghanas. In der Schrift „Symbolic Language of the Ashanti“ (von Ablade Glover, Kojo Fosu, Nii-Adziri Wellington und Mark Kwami) sagt Ablade Glover, den ich im Arts College der Universität in Kumasi kennen gelernt und als Freund sehr geschätzt habe während meiner Tätigkeit in der Architekturfakultät, „dass die ghanaische Kultur in erster Linie eine Kultur der Symbolik ist“. Das versuchte ich auch in meinem Buch „Gemaltes Leben auf Lehmwänden“ (geschützter Bereich in Ghana-Veröffentlichungen) auszudrücken. Professor Glover beschreibt die Adinkra-Symbole als Abstraktionen von Sprichwörtern und Redensarten, die traditionell der Warnung, Ermunterung oder als Rat für den fehlbaren Menschen dienen und hofft, dass sie in der modernen Gesellschaft Ghanas diese Rolle weiterspielen werden. Darüber habe ich auch in der Afrika Post einen Artikel geschrieben. Heute ist seine Galerie (arts alliance gallery) in Ghanas Hauptstadt ein wichtiger Anziehungspunkt für kunstinteressierte Besucher und Touristen aus aller Welt geworden. Ablade Glover malt immer noch seine fantastisch farbenkräftigen und höchst ausdrucksvollen Bilder, die er in der Galerie ausstellt.

Über die Bemühungen, der betroffenen Bevölkerung in einem Artenschutzgebiet, vor allem Jugendlichen und Frauen eine Zukunftsperspektive zu geben, wird im hier beschriebenen Bienenhaltungsprojekt für Boabeng-Fiema berichtet. Heute ist das „Monkey Sanctuary“ (Affen Heiligtum) in den beiden Dörfern Boabeng und Fiema, die zwischen den Städten Techiman und Kintampo in der Brong-Ahafo Region in einem noch intakten Waldgebiet Ghanas liegen, ein gern besuchter Touristenort. Pläne für das Schutzgebiet wurden schon zu meiner Zeit in Ghana, vor allem von Valerie Sackey, einer engagierten Frau, die für die Regierung von Jerry Rawlings gearbeitet hat, vorbereitet. Es war aber damals schon abzusehen, dass die Dorfbewohner vom Tourismus allein nicht leben können. So wurde die verbesserte Bienenhaltung für eine erhöhte Honigproduktion zu einem wichtigen wirtschaftlichen Standbein für beide Dörfer.

Der ehemalige Professor Kuffuor der Universität in Kumasi, an der ich von 1975 bis 1982 selber gelehrt habe, bat mich anlässlich meiner ersten Dienstreise nach Ghana 1983 nach meiner Rückkehr in die damalige Bundesrepublik Deutschland um Hilfe für die Glasperlenhersteller in Dawaah in der Nähe von Kumasi, einem Dorf aus dem seine Vorfahren stammten. Hierfür konnten Mittel aus dem GATE/GTZ-Kleinprojekte Fonds zur Verfügung gestellt werden.

Die Adinkra Symbolik

Süßer Honig in Boabeng-Fiema

Glasperlenproduktion in Dabaah

Einbaum Kanus der Küstenfischer

Anmerkung: Im Laufe der Zeit werde ich diese Rubrik weiter mit Beiträgen füllen.

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