Zwei Highlights in Jordanien

Am 28. November 2010 in Gerasa, dem „Pompeji des Ostens“ und am 2. Dezember in der Nabatäer Stadt Petra:

Hier möchte ich über die Besuche zweier architektonischer Denkmäler in Jordanien berichten, die Teil einer Reise in dieses höchst interessante Land waren und zwar Aufenthalte in Jerash (Gerasa) und in Petra. Den gesamten Reisebericht füge ich als herunterladbare PDF-Datei bei. Wer die dazugehörigen Fotos haben möchte, schreibe bitte an mich. Ich stelle sie gerne zur Verfügung.

Reise nach Jordanien, Reiseverlauf, 2010

Reise nach Jordanien, Reiseverlauf, 2010

Jerash  – Nr. 2 auf der Route – liegt nördlich von Amman, Petra – Nr. 12 auf der Route – im Süden. Eine Reise in das Hashemiten-Königsreich kann ich nur bestens empfehlen. Für mich war die Begegnung mit den Jordaniern, mit den Palästinensern in Jordanien und mit den Beduinen ein ganz wichtiges Erlebnis. Ich betrachte viele Ereignisse im Nahen Osten heute aus einer etwas anderen Perspektive, als vor meinem Besuch.

Während meiner Reise Ende November, Anfang Dezember war bei uns zu Hause der Winter mit Frost und viel Schnee eingekehrt. In Jordanien hingegen wurden wir von wärmender Sonne und blauem Himmel verwöhnt. Ich war zusammen mit meiner Freundin Gisela aus Oberschulzeiten nach Jordanien geflogen. Wir hatten mit dem Reiseunternehmen Gebeco eine 10-tägige Rundfahrt in Jordanien zu den wichtigsten historischen Stätten gebucht. Unser jordanischer Reiseführer Khalil war die hervorragendste Informationsquelle mit besten „Beziehungen“ im ganzen Land, die man sich nur wünschen konnte. Der Reisebus war bequem und unser Fahrer Hassan, ein palästinensischer Flüchtling – kompetent, freundlich, zuverlässig und vor allem sehr rücksichtsvoll.

Die absoluten Highlights für mich auf dieser Reise waren die Besuche von Jerash (Gerasa) und Petra. Das sind zwei der wichtigsten baugeschichtlichen Denkmäler in Jordanien. Nach Petra wollte ich immer schon mal, denn diese alte Nabatäer-Stadt mit ihren fantastischen, aus dem Sandsteinfels gehauenen Gräbern und Häusern wollte ich unbedingt kennen lernen. Am 28. November besuchten wir Jerash, eine Stadt, die am „Goldenen“ Fluss Jerash liegt. Die Farbe des Flusswassers ist goldgelb. Wir hatten auf dem Hinweg am Fluss an einer Stelle angehalten, wohin viele Jordanier gerne an Wochenenden zum Picknicken fahren. Leider sieht man davon noch die „Hinterlassenschaften“. Regelmäßige Müllentsorgung ist in Jordanien nach wie vor ein Problem bei der wachsenden Bevölkerung in den Städten.

Plan von Gerasa - aus dem Buch "Jordanien einst und jetzt"

Plan von Gerasa – aus dem Buch „Jordanien einst und jetzt“

Die Ausgrabungen in Jerash (Gerasa) begannen um  1920 und dauern heutzutage immer noch an. Gerasa war eine römische Provinzstadt. Herrliche griechisch-römische Architektur begegnet einem dort auf Schritt und Tritt. Wir betraten die Stadt durch den Hadriansbogen (erbaut 129-130 n. Ch.). Die korinthischen Säulenkapitelle findet man hier auch am Fuße der Säulen. Danach sahen wir uns im Hippodrom um, wo in alten Zeiten Pferderennen stattgefunden haben und gingen weiter bis zum Südtor mit den Resten der einstigen Stadtmauer. Von hier aus hat man den ersten Blick auf das Forum der alten Stadt. Dann begannen an der Seite die Ruinen des Zeus-Heiligtums mit seinen immer noch imposanten Resten. Der eigentliche hellenistische Zeustempel muss gewaltig gewesen sein. Neben seinen Säulen kommt man sich wie eine Ameise vor. Überall konnten wir die architektonischen Details bewundern.

Während die anderen Teilnehmer der Reisegruppe noch zum Südtheater und von dort den langen Weg bis zu einigen der ausgegrabenen Kirchen von Gerasa bis hin zum Artemistempel, dem Nordtheater und Nordtor gelaufen sind, gingen Gisela und ich über das große ovale Forum den von großen Säulen gesäumten Cardo Maximus entlang (eine schnurgerade Kolonnaden Straße) bis zum Propyläenhof. Das ovale Forum ist sowohl römisch als auch griechisch gepflastert. Hohe korinthische Säulen stehen entlang der Kolonnaden Straße. Man kann von hier aus die Überreste einiger Kirchen sehen. Gerasa war zwischen dem 4. Und 6. Jdht. n. Chr. ein wichtiges christliches Zentrum mit 15 Kirchen. Der größte Bau in der alten Stadt ist der Tempel der Artemis mit seinen Propyläen.

Den langen Rundgang hätte ich nicht mehr geschafft. Außerdem hat die Gruppe dabei ein Tempo vorgelegt, dem ich mit meinem steten, aber eben langsamen Gehen mit meinen beiden Stöcken nicht hätte folgen können. Es war Abend geworden. Die Sonne ging unter und tauchte alles in ein wunderschönes goldenes Licht. Der Kalkstein begann in tiefem Gelb und orangefarben zu leuchten. Aber dann wurde es sehr schnell dunkel. Wir machten uns auf den Rückweg und hatten noch einen ziemlich langen Weg bis zum Besucherzentrum vor uns, wo wir uns dann mit den anderen trafen. Ein herrlicher Tag voller unvergesslicher Eindrücke ging zu Ende. Nur noch Duschen und ein leichtes Abendbrot gab es und dann Schlafen, bis der Muezzin uns aufweckte am nächsten Morgen.

Wir erreichten am 1. Dezember, aus Shawbak kommend, wo wir die Kreuzritterfestung besucht haben, Wadi Musa (Petra) im Abendlicht. Wadi Musa ist der Name des Tales, an dem Petra liegt und auch der Name der Stadt, von der aus die Besucher nach zur Nabatäer Stadt Petra fahren. Wadi Musa hat etwa 50 Hotels. Das „Petra Panorama Hotel“, in dem wir untergebracht waren liegt an einem Steilhang oberhalb der Stadt. Terrassiert sind die einzelnen Etagen des Hotels von oben nach unten gebaut. Man fährt vom Eingang und der Rezeption mit zweimaligem „Umsteigen“ bergab zu seiner Etage, muss dann aber noch ein ganzes Stück bis zu den Zimmern laufen. Mir hat das viel Spaß gemacht, bis ich den Dreh raushatte. Andere Mitglieder unserer Reisegruppe fanden das nicht so amüsant und vor allem ihre Zimmer zu kalt. Die Klimaanlagen (die natürlich auch heizen) funktionierten nicht. Bei mir im Zimmer war (bis auf die natürlich wieder englisch gemachten Betten, mit denen ich mich an jedem Abend ziehend und zupfend auseinandersetzen musste) alles bestens. Bevor es zum Buffet-Abendbrot ins Restaurant ging, gab es vom Balkon meines Zimmers aus noch einen überwältigend schönen Ausblick auf Petra im letzten Abendrot. Ich war am Ziel eines meiner langjährigen Träume, nämlich die Nabatäer Stadt Petra einmal besuchen zu können, angekommen und freute mich auf den kommenden Tag. Mit den Gedanken an die Kälte (-5°C) und den vielen Schnee zu Hause schlief ich selig ein.

Die Berge von Petra im Abendlicht

Die Berge von Petra im Abendlicht

2. Dezember: Ein herrlicher Tag brach an. Früh waren Gisela und ich zum Frühstück gegangen. Die ersten Sonnenstrahlen beleuchteten gerade die Kuppen der Berge, in deren Schluchten sich Petra befindet. Wir hatten mit Khalil gesprochen und ihm gesagt, dass wir beide, Gisela und ich uns einen Pferdewagen mieten wollten, um mit dem die erste Strecke vom Eingang nach Petra bis zur Schlucht (die etwa 1,2 km lange Felsschlucht – auch Sik genannt – die in die alte Stadt Petra führt ist an den engsten Stellen nur knappe 2 m breit und ca. 80 m hoch) und dann durch weiter bis zum Schatzhaus am Anfang der antiken Stadt gefahren zu werden. So wären wir eher in Petra, als die anderen. Die wollten ohnehin hinter dem Schatzhaus die über 300 Stufen bis zum Hochaltar, dem Gartentempel, bunten Saal und Löwenrelief hoch steigen und hinter dem Theater wieder hinunter. Ich wäre hoch gekommen, aber kaum ohne „aktive“ Hilfe wieder herunter. So hatten wir uns verabredet, dass wir uns am Nachmittag entweder noch in Petra treffen wollten oder aber am Besucherzentrum. Gisela und ich würden ohnehin wieder mit dem Pferdewagen zurückfahren bis zum offiziellen Eingang nach Petra in der Nähe des Besucherzentrums, wo wir dann auf die anderen warten könnten.

Es wurde ein herrlicher Tag. Die Fahrt mit dem Pferdewagen bis zum Schatzhaus vergessen wir aber lieber ganz schnell. Der Pferdekutscher wollte uns wohl zeigen, was sein Tierchen kann und trieb es laufend an, auf den uralten, sehr unwegsamen Steinplatten im Sik zu traben. Vorher auf dem Weg vom Eingang bis zum Sik ging das ja noch, das war eine etwa 1 km lange, allerdings ziemlich steinige Sandpiste. Aber auch da fuhr er viel zu schnell. Wir konnten so keinen Blick werfen auf die ersten Gräber Petras, das Obeliskengrab und Triklinium, das Blockgrab und das Reliefgrab. Wir waren sehr froh, dass wir nach der Rüttelfahrt durch den 1,2 km langen und teilweise doch sehr engen Sik  am Schatzhaus (Al-Khazaneh) gut und heil angekommen waren und verabredeten uns mit dem Kutscher zum Abholen für 15 Uhr nachmittags am gleichen Platz vor dem Schatzhaus für die Rückfahrt. Bezahlt würde er erst dann.

Plan von Petra aus "Jordanien - einst  und jetzt"

Plan von Petra aus „Jordanien – einst und jetzt“

Ich bin erst mal ein Stück in den Sik hinein zurückgewandert. Es ist kaum zu beschreiben, wie eng diese, durch tektonische Kräfte entstandene Schlucht ist. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts überspannte ein riesiger Steinbogen den Eingang zur Schlucht, der bei einem Erdbeben eingestürzt ist. Auf einer der Lithographien von David Roberts aus dem Jahr 1838 ist der Bogen dargestellt. Den ersten Eindruck des so fantastisch bearbeiteten farbigen Sandsteins erhält man dann beim Blick auf das Schatzhaus durch den schmalen Schlitz zwischen den dunklen Felswänden, zu dem sich der Sik an seinem Ende verengt. Die Beduinen gaben der wohl berühmtesten Grabanlage Petras im 19. Jhdt. den Namen Khazne Firaun – „Schatzhaus des Pharao“. Wir waren glücklicherweise sehr früh angekommen. Außer uns waren erst wenige Touristen hier. Die Sonne stand noch niedrig und begann die oberen Kanten der Schlucht gerade erst zu erhellen und zu beleuchten.

Petra, dieser antike Ort, lässt sich mit wenigen Worten gar nicht beschreiben. Wenn man bedenkt, dass die Nabatäer, ein arabisches Volk, diese große Stadt vor über 2000 Jahren in den bunten Sandsteinfels schlugen, zusammen mit einem ausgeklügelten Bewässerungssystem, das heute noch funktionieren würde, wird man ganz still und bescheiden. Das nabatäische Königreich existierte mehrere Jahrhunderte lang. Es hat der Welt ein gigantisches Architekturdenkmal hinterlassen – an dessen weiterer Freilegung immer noch gearbeitet wird – und eine hoch entwickelte Kultur zum Bewundern. Wie so Vieles in der Welt war auch Petra in der Vergessenheit versunken bis zu seiner „Wiederentdeckung“ Anfang des 19. Jhdt. Heute ist es UNESCO Welterbe der Menschheit. Immer noch bringen weitere Ausgrabungen in der antiken Stadt und in benachbarten Schluchten neue Schätze ans Tageslicht. Unser Weg führte uns hinter dem Schatzhaus in den „äußeren“ Sik zum sogenannten Fassadenweg. Die Schlucht weitet sich hier. In Petra gibt es Tausende von in den bunten Sandstein geschlagenen Bestattungsnischen und Hunderte von Tempelfassaden, Grabhallen und von Häusern mit Treppenfassaden und Felsreliefs. Man sollte sich zum Besuch wirklich mehrere Tage Zeit nehmen.

Die hohen Felsgräber sind mit den für die nabatäische Sepulkralarchitektur typischen Türeinfassungen, Treppen- und Zinnenfassaden versehen. Im Morgenlicht begannen diese Fassaden in tiefem Rosa und Orange zu leuchten. Jetzt verstand ich, warum Dean Burgen in seinem Buch die antike Stadt Petra als „rosarote Stadt, so alt wie die Zeit selbst…“ bezeichnete. Bei unserem langsamen Spaziergang erlebten wir die fantastischen Farben der vielen Schichten im bunten Sandstein. Die Rotschattierungen wetteiferten mit blauen, gelben und weißen Farben. Man kann sich daran einfach nicht satt sehen. Das zwischen dem 4. Jhdt. vor Chr. und 1. Jhdt. nach Chr. gebaute Theater hat an die 8000 Sitzplätze, die in den Stein gehauen sind. Es wurde in den 1960er-Jahren ausgegraben. Vor dem Theater sind die Felsen linkerhand förmlich durchlöchert mit verzierten Grabanlagen. Es ist der vermutlich älteste Begräbnisplatz der alten Stadt und wird als „Theater-Nekrologe“ bezeichnet. Die fein in den Stein hinein gearbeiteten Fassaden sehen aus wie ein riesiger Luxusbaukasten. Jetzt streifte das morgendliche Sonnenlicht die Felsgräberfronten. Der Sandstein strahlte von tiefem Rosa, über Orange bis ins satte Gelb. Solch ein wunderschönes Farbspiel im Naturstein habe ich noch nirgendwo gesehen.

Vom Theater aus öffnet sich der äußere Sik zu einem großen Platz. Gegenüber liegt der als „Königswand“ bezeichnete schroffe Berghang des Jebel el-Khubtha (Jebel = Berg). Die monumentalen Grabfassaden sind seit dem 19. Jhdt. als „Königsgräber“ bekannt. Gisela und ich stiegen nach einer kurzen Pause in einem der Restaurants am Platz zum Urnengrab hoch und sahen uns dann alle Königsgräber an. Am Urnengrab waren dann schon viele Touristen. Wir zogen es vor, nicht ganz bis zum Eingang des Grabes hoch zu steigen, sondern gleich zum „Seidengrab“ daneben weiter zu gehen. Dieses Grab erhielt seinen Namen vom bunten Fels, in den es hinein gearbeitet wurde. Durch die Verwitterung des Steines sind im Laufe der Zeit wunderschöne bunte Farbtönungen entstanden, die aussehen wie ein riesiges farbenfrohes Seidentuch. Das Grab hat eine typische Treppenfassade. Daneben steht das schon etwas verwitterte „Korinthische Grab“, so genannt nach seinen mit Pflanzenmustern geschmückten korinthischen Säulenkapitellen. Dieses Grab leuchtet überwiegend orangefarben. Sowohl das Urnen- als auch das Korinthische Grab haben jeweils einen Portikus im unteren Geschoss. Den Abschluss dieser Monumentalgräberreihe bildet das „Palastgrab“. Von hier aus blickt man direkt in die Kolonnadenstraße (Cardo Maximus), die parallel zum Wadi Musa läuft in das Zentrum der alten Stadt hinunter. Das Palastgrab hat eine sehr große und beeindruckende Fassade. Über seine Nutzung ist man sich bis heute noch nicht im Klaren. Abseits der Königsgräber befindet sich an der äußersten Nordecke der Bergwand das Grab des Sextius Florentinus. Bis dorthin haben wir es nicht mehr geschafft. Es war recht warm geworden, und meine Beine wurden immer schwerer.

Wir sahen aber von unserem Standpunkt aus noch Teile der alten Stadtmauern von Petra. Dann stießen wir beim Versuch einen Weg zur Kolonnadenstraße hinunter zu finden auf die Reste der byzantinischen Kirche der alten Stadt mit fantastischen Mosaiken. Über denen ist ein Dach gebaut worden und darunter wurden Wege geebnet von denen aus man die Mosaiken betrachten kann. Hier oben war außer uns keine Menschenseele. Wir waren ganz allein und konnten die wunderschönen Kunstwerke lange genießen. Von der Kirche aus konnten wir die Reste und Teile der Säulen des Löwen-Greifen Tempels in der Nähe sehen und gegenüber, auf der anderen Seite der Kolonnadenstraße den großen Tempel und daneben das einzige freistehende Haus in der Stadt, das Qasr el-Bint Firaun (Palast der Pharaonentöchter). Es handelt sich hierbei wahrscheinlich um den Haupttempel von Petra. Im ganzen Gebiet herum finden nach wie vor Ausgrabungen statt.

Es war Nachmittag geworden, und die Sonne näherte sich den westlichen Bergkuppen. Sie tauchte den Sandstein nun in andere Farben, als am Morgen. Ein Maler würde hier nicht mehr weg wollen. Ein solches Farbspektrum an einem Tag ist fast zu viel. Wir machten uns langsam auf den Rückweg. Meine schmerzenden Knie erinnerten mich daran, dass wir etliche Kilometer gelaufen waren. Aber was hatten wir alles gesehen! Im Restaurant vor den Toiletten am Fassadenweg trafen wir unserer Reisegruppe, die sich nun gerade erst auf den Weg zu den Königsgräbern und zum Stadtzentrum Petras machten. Gisela und ich wanderten langsam zum Schatzhaus zurück, mit vielen Pausen unterwegs, um das spät nachmittägliche Farbenspiel auf den Felsgräberfassaden zu genießen. Jetzt war hier eine wahre Touristenvölkerwanderung unterwegs. Unser Kutscher war pünktlich da und fuhr ein wenig (nur ein wenig) langsamer zurück auf der Holperstrecke, als auf der Herfahrt. Dennoch waren wir sehr froh, als wir heil am Eingang wieder angekommen waren.

Dort fanden wir dann außer einer Post auch einen Buchladen und eine Wechselstube. Im Buchladen habe ich das sehr interessante Buch „Jordanien einst und jetzt“ (ISBN 978-88-8162-126-2) gekauft, aus dem einige der Zeichnungen des alten Zustands der Tempel und Anlagen gezeigt werden. Morgens waren wir hier im wahrsten Sinne des Wortes „durchgerauscht“. Flotte Dudelsackmusik lenkte unsere Schritte in Richtung Besucherzentrum, wo eine Dudelsackband der jordanischen Armee, unterstützt von Trommlern aufspielte. Und unter anderen doch tatsächlich auch die „Ode an die Freude“ aus Beethovens Neunter Symphonie, zwar ein bisschen „off-key“, aber mit Gusto zum Besten gab. Wir waren beeindruckt. Das war ein gebührender Abschluss des Tages.

Nach all diesen herrlichen Eindrücken überkam uns nun eine träge Müdigkeit. Die Reisegruppe tauchte dann auch bald auf. Alle waren begeistert, aber auch sehr erschöpft. Es ging zurück ins Hotel. Duschen, Koffer packen, Postkartenschreiben und Abendessen standen noch auf dem Tagesprogramm – dann ging es nach „Bettauseinanderzupfen“ endlich in die Horizontale. Mit den bunten Bildern vom farbigen Sandstein und den in den Stein gehauenen Häuserfassaden noch vor meinen geistigen Augen bin ich eingeschlafen.

Es folgt eine PDF-Datei mit dem Bericht über die ganze Reise.

 

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